Amerikanische Bison - Haltung, Fütterung und Zucht

Einigen Angaben zu unserer Haltung, Fütterung und Zucht der Bisons
Bison sind und bleiben Wildtiere! Sie sind stets mit dem nötigen Respekt und Abstand zu betrachten. Wir müssen uns stetig in das Herdenverhalten dieser Wildtiere eindenken, sonst sind Unfälle programmiert. Dies ist eine tägliche Herausforderung und das macht die Bisonhaltung für uns auch so spannend.

Unsere Haltung der Bisons entspricht einer halbextensiven Haltung, das heisst, die Weidefläche ist zu klein, als dass sich die Bisons das ganze Jahr nur von diesem Gras ernähren könnten. Im Winter müssen wir zusätzlich Heu und Stroh füttern. Der Bison kann aus qualitativ schlechtem Futter mehr aufnehmen als unsere hiesigen Kühe, muss er doch in der freien Wildbahn auch im Winter mit spärlicher, nährstoffarmer Nahrung auskommen. Er ist somit ein ausgezeichneter Futterverwerter.

Pralle Sonne vertragen die Bisons gut, sie gehen aber gerne für einige Stunden an den Schatten, wenn die Möglichkeit besteht. Der Winter ist, wie schon oben beschrieben, kein Problem für sie. Im Gegenteil, Schnee bereitet ihnen besonders Vergnügen, nach dem Motto „Je kälter desto lieber“.

Die Brunftzeit ist in den Monaten Juli/August. Die Trächtigkeit der Bisonkuh ist um 10 Tage kürzer als die unserer Hausrinder, also genau neun Monate. Die Geburtszeit fällt dann in die Monate April/Mai. Beim Abkalben kann man der Bisonkuh in keiner Weise helfen, da sie keine menschliche Nähe duldet, dies ist für Mensch und Tier nur gefährlich. Zwischenfälle bei der Geburt sind kaum bekannt. In der Regel hat eine Kuh in drei Jahren zwei Junge. Geschlechtsreif werden Bulle und Kuh mit 3 ½ Jahren. Ein ausgewachsener Bulle erreicht etwa ein Gewicht von 1’200 – 1’500 kg und ein Stockmass bis zu 1,8 m. Die Kühe sind feiner und kleiner. In freier Natur kann ein Bison bis zu 20-jährig werden, im Zoo liegt das Durchschnittsalter etwas höher.

Mit den Bisons wollen wir eine Nischenproduktion auf der extensiven Ebene aufbauen. Wir ziehen die kleinen Bullen für die Fleischproduktion auf. Die Kühe behalten wir zur Zucht.. Die Schlachtreife erreicht ein Tier mit ca. 3 ½ Jahren.
Wir nutzen nicht nur das Fleisch, sondern auch Fell, Knochen und Innereien. Diese so genannten Schlachtnebenprodukte werden von Leuten umgearbeitet, die den indianischen Lebensweisen nahe stehen.

Auch für uns ist die Nutzung kein schönes Thema. Wie bei jedem anderen Tier, welches man schlachtet, weil man davon lebt. Sachzwänge lassen sich auch hier nicht vermeiden. Wir sind bestrebt, unseren Nutzieren während ihres Daseins die bestmöglichste, artgerechteste Haltung zu bieten und den nötigen Respekt und Achtung als Lebewesen entgegen zu bringen.

Bison im Schnee

Bisons auf der Winterweide

König der Prärie

Kraft wird frei